Schmuckgiebel des Tangermünder Rathauses

Der Hansebund

Historisches Erbe aus dem Mittelalter

Bei dem Begriff hanseatisch denken viele an den Nord- und Ostseeraum. Doch der mittelalterliche Handelsbund der Hanse reichte weit darüber hinaus. Von Belgien und den Niederlanden über Deutschland und Polen bis ins Baltikum. Ein so großer und mächtiger Bund ist einzigartig in der europäischen Geschichte. In der Altmark gibt es sieben Städte, die damals dem Bund der Hanse angehörten. Diese haben Kultur und Politik der Altmark wesentlich mitgeprägt.

Rathaus und Marienkirche am Stendaler Marktplatz
Rathaus und Marienkirche am Stendaler Marktplatz

Der Hansebund und seine Geschichte

Im Mittelalter schlossen sich die Kaufleute aus über 200 Städten Europas zu einem Handelsbund zusammen: der Hanse. Etwa 400 Jahre lang war diese eine wichtige Handelsmacht. Seinen Mitgliedern bescherte dieser Handelsbund großen Reichtum und brachte sie damit auch in eine politisch bedeutende Position. Die Mitglieder konnten über den mächtigen Bund Einfluss nehmen, und sie bestimmten Politik und Wirtschaft wesentlich mit. Zum Beispiel setzten sie gegen unliebsame Königreiche oder Fürstentümer Wirtschaftsblockaden durch.

Es bildete sich sogar eine eigene hanseatische Kultur und Architektur heraus. Denn die reichen Kaufleute ließen bedeutende Bauwerke errichten, die bis heute das Stadtbild der Hansestädte prägen. Eine bekannte Strömung dieser Zeit ist zum Beispiel die Backsteingotik.

Das Elbtor in der kleinen Hansestadt Werben
Das Elbtor in der kleinen Hansestadt Werben

Hanse heute und der Altmärkische Hansebund

Viele Hansestädte von damals sind auch heute wieder in einem aktiven Netzwerk verbunden. Durch kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Austausch wollen sie die alte Verbindung wieder neu aufleben lassen. Vor allem der grenzüberschreitende Gedanke in einem gemeinsamen Europa steht dabei im Mittelpunkt. Aber auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit soll dadurch wieder gestärkt werden. Jedes Jahr finden die Hansetage statt, bei denen sich die Hansestädte in einem bunten Fest mit Kunst, Kultur, Musik und mittelalterlichem Flair präsentieren. 

Nirgendwo in Europa gibt es eine so hohe Dichte an Hansestädten wie in der Altmark. Ganze sieben Städte gehörten damals dem Hansebund an: Gardelegen, Osterburg, Salzwedel, Seehausen, Stendal, Tangermünde und Werben. Heute ist auch Havelberg (das historisch eigentlich zur Prignitz gehört) dabei. Wie die anderen sieben Städte, ist Havelberg Teil des Altmärkischen Hansebunds, der in den 1990er Jahren gegründet wurde.

Der Altmärkische Hansebund möchte das historische Erbe der Hansezeit in der Altmark bekannt und erlebbar machen. Und über die Grenzen der Altmark hinaus in der hanseatischen Tradition wirtschaftlichen und kulturellen Austausch fördern.

Infos zum Städtebund Die Hanse

Hansebüro der HANSE
Frau Stefanie Bischof
Rathaus
23552 Lübeck
Deutschland

Telefon: +49 (0) 451 122 – 10 28
Telefax: +49 (0) 451 122 – 10 90

E-Mail: hansebuero@hanse.org
www.hanse.org

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