Geschichtsträchtige Kulturregion

Die Altmark ist eine der ältesten Kulturregionen Deutschlands und eine sehr geschichtsträchtige Region, deren Geschichte bis zur Besiedlung während der Steinzeit zurückreicht. Bekannt ist sie vor allem als Teil der alten Mark Brandenburg und die "Wiege Preußens".

Die Anfänge

Das Gebiet der heutigen Altmark wurde mit dem Ende der Eiszeiten während der sogenannten Kupfersteinzeit besiedelt. Gegen Ende des 2. Jahrhunderts gab es eine starke Zuwanderung verschiedener Gruppen, bis etwa 600 n.Chr. war die Region durchgängig von elbgermanischen Völkern besiedelt. Davon traten vor allem die Langobarden hervor.

Zwischen 500 und 700 n.Chr. rückten mehr und mehr sächsische und slawische Stämme aus dem Osten nach, die Region der heutigen Altmark wurde zum Grenzgebiet zwischen Germanen und Slawen.

Das Mittelalter

Ende des 8. Jahrhunderts wurde das Gebiet von Karl dem Großen unterworfen und damit Teil des fränkischen Reiches. Dieses zerbrach allerdings bald wieder und die Region wurde in das Herrschaftsgebiet der Sachsen eingegliedert. Die Sachsen errichteten im 10. Jahrhundert zahlreiche Burgen, um sich gegen die Slawen zu verteidigen. Rund um die Befestigungsanlagen entstanden bald blühende Städte. An einigen Orten kann man heute noch Überbleibsel der Stadtbefestigungen sehen.

Mit dem großen Slawenaufstand im Jahr 983 kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Slawen und Sachsen, schließlich wurde die Altmark aufgeteilt in einen westelbischen (sächsischen) und ostelbischen (slawischen) Teil.

Die Mark Brandenburg

Im 12. Jahrhundert wurde schließlich die Mark Brandenburg gegründet. Die westelbische Region wird damit als Altmark oder „Alte Mark“ Teil der Mark Brandenburg mit Albrecht I. als Markgrafen. Von ihm erhielten viele Siedlungen der Altmark das Stadtrecht und konnten dadurch unabhängiger und eigenständiger werden. Später stand die Mark Brandenburg unter der Herrschaft der Wittelsbacher und Luxemburger, die mit Kaiser Karl IV. die Stadt Tangermünde zur Nebenresidenz von Prag ausbauten. 1415 begann mit Friedrich I. die Herrschaft der Hohenzollern über das Kurfürstentum Brandenburg und die Altmark.

Die Neuzeit

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Mark Brandenburg (mit der dazugehörigen Altmark) zur Kernprovinz des neu entstandenen preußischen Staates. Daher wird die Altmark bis heute gerne als die „Wiege Preußens“ bezeichnet. Nach der Niederlage der Preußen in den napoleonischen Kriegen wurde die Altmark 1806 zunächst dem Königreich Westphalen und im Wiener Kongress 1815 der preußischen Provinz Sachsen zugeschlagen.

Nach der Auflösung Preußens im Jahr 1947 wurde die Altmark dem Land Sachsen-Anhalt zugeordnet. Die Verwaltungsgliederung der DDR zählte sie ab 1952 als Teil des Bezirks Magdeburg, nach der Wende wurde die Altmark wieder Teil des Landes Sachsen-Anhalt.

Durch eine Kreisgebietsreform im Jahr 1994 wurden die ostelbischen Städte und Kreise Jerichow und Havelberg Teil des Landkreises Stendal. Diese bildeten ursprünglich den preußischen Landkreis Westprignitz und waren nun Teil der Altmark. Daher wird das Gebiet „Ostelbien“ von vielen als eine ganz eigene Region innerhalb der Altmark betrachtet.

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